Die drei wichtigsten AHAs
Glykolsäure — kleinste Molekülgröße, tiefste Penetration, höchste Wirksamkeit, aber auch reizendste. Klassiker: The Ordinary Glycolic Acid 7 % Toner.
Milchsäure (Lactic Acid) — mittlere Molekülgröße, gleichzeitig feuchtigkeitsspendend (NMF-Komponente). Ideal für trockene + reife Haut. The Ordinary Lactic Acid 10 %.
Mandelsäure (Mandelic Acid) — größte Molekülgröße, sanfteste Wirkung. Erste Wahl bei dunkleren Hauttypen (Fitzpatrick IV-VI) wegen geringerem Hyperpigmentierungs-Risiko. The Ordinary Mandelic Acid 10 %.
PHA (Polyhydroxysäuren — Gluconolactone) — sehr sanft, gut für Rosacea-Toleranz, langsamere Wirkung.
Konzentrationen und Anwendung
5-10 % als Leave-on Serum / Toner — der tägliche Einsatz. 20-30 % als Heimpeeling — maximal 2× pro Monat, niemals täglich. > 30 % nur in der Praxis.
Wann: Follikelphase und Eisprung, 1-2× pro Woche abends. Plumi setzt AHA in der Follikelphase ein (Plus: Sa/So als optionale AHA-Tage).
Niemals: mit BHA am selben Abend, mit Tretinoin, mit Vitamin C abends.
Pflicht: LSF 50 morgens. AHAs machen photosensibel — und zwar länger als BHAs (bis 1 Woche nach Anwendung).
AHA vs. BHA Entscheidung
AHA bei: trockener Haut, fahler Teint, feine Linien, ungleichmäßige Pigmentierung, Sonnenschäden.
BHA bei: öliger Haut, Mitessern, verstopften Poren, milder Akne, Komedonen.
Mischhaut? Beide kombinieren, an verschiedenen Tagen. Z.B. Mo+Mi BHA, Fr AHA.